Fragen und Antworten zum Projekt Erdgasleitung 442

Wie sind Land- und Forstwirtschaft betroffen?

Gibt es Einschränkungen in der Bewirtschaftung der Flächen?

Ja, während der Bauphase kann keine Bewirtschaftung des Arbeitsstreifens stattfinden. Ernteausfälle werden selbstverständlich entschädigt.

Nach der Rekultivierung kann die Bewirtschaftung unmittelbar wieder aufgenommen werden. Es wird grundsätzlich eine kurze Offenhaltung des Rohrgrabens angestrebt, um die Einschränkung der Bewirtschafter so gering wie möglich zu halten.

Durch die Erneuerung der EGL 442 innerhalb der Bestandstrasse entstehen keine zusätzlichen Einschränkungen bei der Bewirtschaftung der Flächen. Um Beschädigungen an der neuen Leitung zu vermeiden, ist wie bisher auch der Schutzstreifen von tiefwurzelnden Gehölz freizuhalten.

 

Ist die Zuwegung zu landwirtschaftlichen Flächen während der Bauphase gewährleistet?

Eine Zuwegung der Landwirte zu ihren landwirtschaftlichen Flächen wird sichergestellt. Die zwangsläufige Sperrung von Feldwegen aufgrund des Rohrgrabens und der Verlegung der Leitung wird im Vorfeld mit dem Pächter besprochen, um die Einschränkung so gering wie möglich zu halten. Bei unvermeidlichen Sperrungen beträgt die durchschnittliche Sperrdauer eines Weges ca. 1 Woche.

 

Wie sieht die Wiederherstellung der Umgebungen (Felder, Wälder) aus?

Grundlage für die Rekultivierierung sind die Auflagen, welche sich aus dem landschaftspflegerischem Begleitplan ergeben. Da die Erneuerung der EGL 442 weitestgehend im bestehenden Trassenverlauf verbleibt, können die Eingriffe durch die Nutzung bestehender Schneisen minimiert werden. Generell gilt, dass der Schutzstreifen der Erdgasleitung zugänglich bleiben und von tiefwurzelndem Gehölz freigehalten werden muss.

 

Wie ist die höchstzulässige Bearbeitungstiefe innerhalb des Schutzstreifens?

Wie die bisherige Bewirtschaftung, diese ändert sich nicht.

 

Werden Landwirte für die baubedingten Ernteverluste entschädigt?

Ja. Es gelten grundsätzlich die mit dem Bauernverband verhandelten Regelungen und Sätze.

 

Wie werden mögliche Folgeschäden der Baumaßnahme entschädigt (Absackungen, Drainagebeschädigungen, Vernässungen, Bodenverunreinigungen etc.)?

Generell wird bei den Bauarbeiten darauf geachtet, die Eingriffe in den Boden möglichst gering zu halten. Sollten dennoch Folgeschäden auftreten, kommt die Ferngas Netzgesellschaft mbH gemäß ihrer gesetzlichen Verpflichtungen für die Schäden auf (Mängelbeseitigung). Sofern der Pächter/Eigentümer über die Lage der Drainagen informiert hat, wird dies vor Beginn der Bauarbeiten festgehalten. Und natürlich werden wir auch Drainagen, die während der Baumaßnahmen festgestellt werden, sichern und bei Bedarf wieder herstellen. Die Beweissicherung erfolgt über eine Fotokdokumentation.

 

Wie sehen Kompensationsmaßnahmen aus?

Bei der Verlegung von Erdgasfernleitungen sind Ausgleichsmaßnahmen auf der Trasse vor Ort möglich, wie z.B. die Wiederherstellung von Grünland, Wiederanpflanzung von Gehölzstrukturen im Arbeitsstreifen und Aufforstungsmaßnahmen. Der genaue Umfang von Kompensationsmaßnahmen wird erst im Planfeststellungsverfahren festgelegt, wenn der konkrete Eingriff in Natur und Landschaft zu beziffern ist. Kompensationserfordernisse werden flächenschonend und im Einklang mit der Landwirtschaft umgesetzt.

 

 

Warum kann die benötigte Arbeitsstreifenbreite nicht wesentlich reduziert werden?

Vor Baubeginn ist ein Arbeitsstreifen festzulegen, der den am Bau beteiligten Unternehmen zur Verfügung steht. Dabei sind Leitungsdurchmesser, die Art und Menge des Aushubs und der für den Bau notwendige Maschineneinsatz wesentliche Faktoren für seine Breite. Die gesetzlichen Vorgaben zur Unfallverhütung und Arbeitsschutzvorschriften sind zwingend einzuhalten. Der Arbeitstreifen dient als Fahr- und Arbeitsspur, als Fläche für die temporäre Ablage der zu verschweißenden Rohre, als Raum für den Rohrgraben sowie als Lagerfläche für den humosen Oberboden und den Rohrgrabenaushub.

Der Regelarbeitsstreifen weist eine Breite von 23 Metern auf. Eine Reduzierung des Arbeitsstreifens würde technisch bedingt zu einer wesentlichen Erhöhung der Bauauswirkungen im Umfeld (längere Bauzeit, mehr Transportbedarf, mehr Zufahrten) führen.

 

Werden die Forsteigentümer für die Schäden der Baumaßnahmen entschädigt?

Ja, selbstverständlich.